Erkennung beschleunigen: Schnell-Modus, Hardware und kluge Standards
Stript bietet zwei Erkennungstiefen: Gründlich prüft jede Fundstelle im Kontext; Schnell überspringt die tiefste Analyse für einen deutlich schnelleren Durchlauf. Wann sich was eignet, wie Hardware-Stufen das Tempo beeinflussen und wie die Qualität dort bleibt, wo sie zählt.
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Alles in Stript läuft auf Ihrem eigenen Rechner; genau das ist der Sinn. Das bedeutet aber auch: Das Tempo hängt von Ihrer Hardware ab und davon, wie tief Stript analysieren soll. Beides haben Sie in der Hand. Dieser Ratgeber erklärt die Stellhebel, was jeder eintauscht, und sinnvolle Standards für typische Situationen.
Der größte Hebel: die Erkennungstiefe
Stript kennt zwei Tiefen, umschaltbar in den Einstellungen und speicherbar je Erkennungsprofil:
- Gründlich (Standard): Jede Fundstelle wird zusätzlich in ihrem Satzkontext geprüft. Dieser Schritt unterscheidet die im Brief genannte Mandantin vom Gericht, das den Fall entscheidet, und hält Fehlalarme niedrig. Er ist zugleich der rechenintensivste Teil der Analyse.
- Schnell: überspringt diesen tiefsten Prüfschritt. Die Erkennung ist deutlich schneller und bewusst vorsichtiger: Mehr Elemente werden zur Prüfung markiert statt automatisch entschieden. Es geht also nichts verloren; Sie entscheiden nur mehr selbst.
Die ehrliche Einordnung: Schnell tauscht Ihre Prüfzeit gegen Rechenzeit. Auf einem modernen Rechner ist Gründlich meist richtig; auf einer langsameren CPU, bei sehr langen Dokumenten oder beim Vorsortieren eines Aktenstapels ist Schnell der bessere Standard. Ein Dokument lässt sich jederzeit noch einmal Gründlich analysieren, bevor es das Haus verlässt.
Der zweite Hebel: die Hardware-Stufe
Beim ersten Start erkennt Stript Ihre Hardware und wählt ein Rechenprofil: Light (8 GB), Standard (16 GB), Performance (32 GB), Ultra (48 GB+). Höhere Stufen nutzen größere, genauere lokale Modelle; die Wahl lässt sich in den Einstellungen übersteuern. Zwei praktische Folgen:
- Auf einem 8-GB-Rechner läuft Stript in einem leichteren Modus: voll funktionsfähig, aber die Erkennung ist langsamer und etwas weniger genau als ab 16 GB. Wer Hardware für tägliche Anonymisierungsarbeit anschafft: Ab 16 GB wird Stript spürbar schneller und stärker; eine GPU (Apple Silicon oder NVIDIA) beschleunigt zusätzlich.
- Der erste Lauf nach der Installation lädt die KI-Modelle einmalig herunter; danach arbeitet Stript vollständig offline und startet schnell.
Was die Laufzeit sonst beeinflusst
- Dokumentgröße und -art: Lange Dokumente und gescannte PDFs (die auf dem Gerät per OCR gelesen werden) enthalten schlicht mehr zu analysieren als ein einseitiger Brief.
- Sie müssen nicht untätig warten: Ergebnisse erscheinen fortlaufend während der Analyse, und Sie können die ersten Fundstellen bereits prüfen, während die tiefere Prüfung noch läuft.
- Empfindlichkeit und Typ-Schalter ändern an der Rechenzeit wenig, aber viel an Ihrer Zeit: Typen abzuschalten, die Sie nie anonymisieren (etwa URLs, wo sie irrelevant sind), verkürzt die Prüfliste.
Empfohlene Setups
| Situation | Tiefe | Hinweis |
|---|---|---|
| Ausgehende Dokumente, Mandantendaten | Gründlich | Qualität dort, wo sie zählt; der Standard. |
| Viele Dokumente vorsortieren | Schnell | Die relevanten schnell finden, die Treffer danach Gründlich laufen lassen. |
| Älteres Notebook, 8 GB RAM | Schnell im Alltag | Gründlich für den letzten Durchgang bei sensiblen Dokumenten. |
| Wiederkehrende Mandatstypen | Als Profil speichern | Ein Profil mit Schnell für den Eingang, eines mit Gründlich für den Ausgang. |
Eines ändert keine Einstellung: Hochgeladen wird nichts, bei keiner Tiefe, auf keiner Stufe. Tempo-Tuning in Stript ist immer lokales Tuning; das können Sie selbst überprüfen.